Abgeordnete bewerten ihre Entscheidungskompetenz je nach Parteizugehörigkeit unterschiedlich

Einer Studie der Stiftung „Change Centre“ zufolge bewerten Parlamentarier aller Ebenen ihre eigene Machtposition höchst unterschiedlich. Diese Unterschiede ließen sich zum Teil auch an Parteigrenzen festmachen. Während immerhin noch gut die Hälfte der SPD-Abgeordneten (45,3 Prozent) den Staat und damit sich selbst als treibenden Motor für Veränderungen in der Bundesrepublik sehen, glauben mehr als dreiviertel der FDP-Befragten, dass dies alleine in der Verantwortung des Bürgers liege.

Wenn viele Volksvertreter ihre eigene Situation als derart einflusslos begreifen, kann es kaum verwundern, dass eine beträchtliche Anzahl der Bürgerinnen und Bürger diesen Eindruck teilt und diese allenfalls als schmückendes Beiwerk im politischen Prozess des Landes sieht. Die Abgeordneten müssen zukünftig ihre eigene Machtposition wieder stärker und aktiver nutzen, auch um den in der Öffentlichkeit verbreiteten Eindruck, Abgeordnete seien lediglich hochbezahlte Mehrheitsbeschaffer, zu widerlegen.

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