Keine zusätzliche Beinfreiheit für Politiker

In der vergangenen Woche wurde von verschieden Medien berichtet, dass die Fluggesellschaft „Air Berlin“ Politiker mit besonderen Vorzügen ausstattet. Die skandalsierende Berichterstattung war falsch. Eine Vorteilnahme "der Politiker" liegt nicht vor. Die Bundestagsverwaltung hat mit Verweis auf die Regelungen des Abgeordnetengesetz das klargestelltt. Parallelen zur sogenannten Lufthansa-Bonusmeilen-Affäre von 2002 sind nicht vorhanden. Vielmehr wurden die Rahmenbedingungen für die Nutzung solcher Bonusprogramme durch Abgeordnete seit damals deutlich verschärft und bei dem aktuellen Fall eingehalten.

Bundestagsmitglieder erhalten zwar eine sogenannte goldene Kundenkarte von „Air Berlin“. Dies ist jedoch kein exklusives Politikerprivileg, sondern steht allen Vielfliegern, zu denen Politiker nun mal zwangläufig gehören, zur Verfügung. Entgegen der Darstellung in der Öffentlichkeit gibt es keine zusätzlichen materiellen Vergünstigungen. Die gesammelten Bonusmeilen werden automatisch an die Bundestagsverwaltung abgegeben, die diese wiederum ausschließlich für dienstliche Flüge einsetzt. Vom angeblichen zusätzlichen Komfort und der größeren Beinfreiheit habe ich bislang nichts mitbekommen. Ich sitze genauso gut oder schlecht, wie jeder andere Passagier auch. Wo in einem gleichmäßig bestuhlten Linienflugzeug, die angeblichen zusätzlichen 40cm Beinfreiheit herkommen sollen, bleibt mir ein Rätsel.

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